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Falttor & Schiebefalttor - welches passt für mich?

Aktualisiert: Nov 12

Wo liegt der Unterschied?

Was ist die Lebensdauer eines Falttor bzw. Schiebefalttor?

Was sind die Vor- und Nachteile von Falttore und Schiebefalttore?

Auch wenn die Bezeichnungen beider Tortypen fast identisch klingen, unterscheiden sie sich in deren Öffnungsweise und haben in der Praxis oft verschiedene Einsatzgebiete.

Diese richten sich vorwiegend nach den Gegebenheiten des Gebäudes, der Umgebung und den Anforderungen des jeweiligen Kunden.

Welche genau das sind, und ob ein Falttor oder ein Schiebefalttor für Sie die richtige Wahl ist, erklären wir Ihnen in diesem Blogartikel.

Wie funktionieren die beiden Tore?

Die genauen Eigenschaften eines Falttores haben wir bereits in unserem Artikel über Falttore im Detail vorgestellt.

Vereinfacht erklärt bestehen Falttore aus mehreren Elementen, sogenannter “Flügel”.

Wird das Tor geöffnet, falten sich diese jeweiligen Flügel an den Seiten der Öffnung zusammen, was dem Tor auch seinen Namen gibt.



Video 1: Die Öffnung eines Falttores

Das Schiebefalttor hingegen ist eine Sonderform des Falttores.

Genauer gesagt kombiniert es die Eigenschaften eines klassischen Schiebetores mit den Fähigkeiten eines Falttores.

Das klassische Schiebetor ist zwar bewährt und stabil, hat aber einen gravierenden Nachteil:

es benötigt zum Öffnen sehr viel Platz im Gebäude, weil die gesamte Torkonstruktion einfach zur Seite geschoben wird.



Video 2: Die Öffnung eines Schiebefalttores

Das Schiebefalttor ist damit die innovative Lösung, die Stabilität und Bewährtheit von Schiebetoren mit der platzsparenden Öffnung eines Falttores zu vereinen. Dabei schiebt sich das Tor in eine Richtung entlang der Öffnung, und faltet seine Flügel am Ende der Mauerlichte wie ein Falttor zusammen.

Daher nennt man es Schiebe-Falt-Tor.

Diese einzigartige Kombination sorgt für Stabilität und vielfältige Designoptionen.

Die Gemeinsamkeiten von Falttor und Schiebefalttor

Was beide Tortypen gemeinsam haben, ist die Langlebigkeit des jeweiligen Tores mit bis zu 200.000 Öffnungszyklen. Verglichen mit einem marktüblichen Sektionaltor, welches für etwa 50.000 Öffnungszyklen ausgelegt ist, wird auch verständlich warum hier ein Preisunterschied zwischen den Produkten feststellbar ist.

Sowohl Falttore als auch Schiebefalttore werden als Alu- und Stahlrahmenkonstruktion hergestellt.

Bei den Konstruktionsarten bietet die Alurahmenkonstruktion einige Vorteile. Sie erlaubt nämlich eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten, was sie besonders bei Architekten beliebt macht. Darunter fallen große Flächen mit Echtglas und vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten beim Design der einzelnen Flügel.

Durch ihre Bauweise sind Falttore und Schiebefalttore grundsätzlich sehr hochwertig und langlebig konstruiert.

Sie brauchen daher nur sehr wenige Ersatzteile über lange Jahre, haben wenige Verschleißteile und sind wartungsarm.

Ein Fakt, der sich natürlich auch im langjährigen Preisvergleich mit den Sektionaltoren positiv auf der Seite der Falttore und Schiebefalttore niederschlägt.

Der höhere Anschaffungspreis amortisiert sich mit den geringen Wartungskosten deshalb nach einigen Jahren von selbst.

Die Unterschiede zwischen Falttor und Schiebefalttor

Im direkten Vergleich der beiden Tortypen ergeben sich aber einige wesentliche Unterschiede.

Falttore können mit unterschiedlichen Bodenabschlüssen ausgeführt werden.

Diese reichen von Bürstendichtungen bis hin zu Doppeldichtungen und vergossenen Bodenschienen. Somit können verschiedene Anforderungen an die Isolierung und Luftdichtigkeit der Tore erfüllt werden.

Besonders gute Dämmeigenschaften werden damit beim Modell AL603F Thermo erreicht.

Schiebefalttore hingegen werden immer in einer Bodenführung geführt und können aufgrund ihrer Konstruktion nur mit einer Bürstendichtung abgeschlossen werden. Falttore bieten somit bei individuellen Anforderungen an den Bodenabschluss mehr Spielraum.


Besonders das Falttor AL603F bietet hervorragende Isolierung für Gebäude.


Technische Zeichnungen und detaillierte Beschreibungen zu den jeweiligen Bodenabschlüssen finden Sie in unserem Downloadbereich.

Wie können Falttore /Schiebefalttore bedient werden? 

Und welches eignet sich bei einer großen bzw. kleinen Öffnung?

Falttore lassen sich neben dem klassischen elektrischen Antrieb auch manuell, oder mit einer Öffnungsautomatik bedienen.

Schiebefalttore hingegen werden aufgrund der Größe überwiegend mit elektrischem Motor betrieben.

Zwar gibt es die Möglichkeit ein Schiebefalttor auch manuell zu bedienen, diese wird in der Praxis aber selten eingesetzt wegen der Größe und dem Gewicht der Tore.

Besonders bei Feuerwehren sind Falttore sehr beliebt aufgrund ihrer Öffnungsautomatik

Gerade bei Einsatzgebieten rund um kritische Infrastrukturen oder bei Feuerwehren werden daher Falttore oft bevorzugt, da zum Beispiel die Öffnungsautomatik (mechanische Schnellöffnung) auch im Katastrophenfall ohne Strom eine schnelle und effiziente Ausfahrt für Einsatzfahrzeuge ermöglicht.

Für kleinere Öffnungen, bei denen das Tor manuell bedient werden soll, eignet sich wiederum ein Falttor besser als ein Schiebefalttor.

Eine kleine Öffnung ist hier zu sehen von 2,5 Metern Breite bis zu 8 Metern Breite.

Größe Öffnungen reichen bis zu 20 Metern Breite und darüber hinaus.

Eine elektrische Bedienung sowohl für Falttore wie auch Schiebefalttore kann aus technischen Gründen nur für eine gerade Anzahl von Flügeln (2, 4, 6, 8, 10) je Seite empfohlen werden.

Bei Falttoren sind max. 4 Flügeln pro Seite standardmäßig die Obergrenze für eine elektrische Bedienung.

Für größere Öffnungen (z.B. ab 6m Torbreite) kann bei Falttoren auch eine kombinierte Lösung ausgeführt werden. Dabei werden 4 Flügel elektrisch betrieben (damit erreicht man eine elektrische Öffnung bis ca. 5m), der Rest des Tores wird im Bedarfsfall manuell geöffnet. Dies ist auch aus energietechnischer Sicht sinnvoll, da nur im Bedarfsfall das gesamte Tor geöffnet wird.

Muss bei jeder Öffnung die gesamte Breite geöffnet werden, so ist ein Schiebefalttor zu bevorzugen. Durch eine elektrisch geregelte Teilöffnung kann aber auch hier z.B. in den Wintermonaten der Wärmeverlust deutlich reduziert werden.

Bei großen Öffnungen ist man mit einem Schiebefalttor bestens beraten.

Speziell bei großen Öffnungen werden also Schiebefalttore bevorzugt, denn mit ihnen kann man deutlich mehr Torbreite gewährleisten als mit Falttoren.

Durch das ausgeklügelte Schienensystem lassen sich die Flügel des Tores problemlos auch über weite Bereiche bewegen. Wer also ein möglichst breites Tor braucht, wie es für Flugzeug-Hangar beispielsweise oft benötigt wird, ist mit einem Schiebefalttor gut beraten.

Des Weiteren gibt es auch Unterschiede bei der Windlast.

Ein Falttor bietet aufgrund seiner Faltbewegung einer direkten Windböe mehr Angriffsfläche.

Das Schiebefalttor hingegen verläuft stets quer zur Öffnung, weil es sich erst hinter der Mauerlichte zusammenfaltet. Damit kann es sich bei starken Winden oder beispielsweise einer Sogwirkung in Hallen besser bewähren.

Wie viel Durchfahrtslichte wird im Alltag benötigt?

Im Vergleich der beiden Tore kommt es neben den zahlreichen bereits vorgestellten Unterschieden auf einen weiteren wesentlichen Faktor an: die Durchfahrtslichte.

Die Durchfahrtslichte gibt die Höhe und Breite der Öffnung an, welche bei geöffnetem Zustand des Tores für die Durchfahrt von Fahrzeugen frei bleibt. Sie gibt also zum Beispiel an, wie breit Fahrzeuge oder Geräte sein dürfen, damit sie die Öffnung noch problemlos passieren können.

Dieser Wert ist für viele Anwender sehr wichtig, denn wenn hier eine falsche Entscheidung getroffen wird, passen im Nachhinein möglicherweise gewisse Geräte oder Fahrzeuge nicht in das Gebäude.

Das Tor würde somit die im Alltag notwendige Funktionalität behindern.

Hier sind die Anforderungen von Kunden teils sehr unterschiedlich und hängen vom jeweiligen Projekt ab.

Falttore haben durch ihre grundsätzliche Funktion den Nachteil, dass sich die einzelnen Flügel an der linken, rechten oder an beiden Seiten der Öffnung zu sogenannten Flügelpaketen zusammenfalten.

Damit ist leider auch immer ein gewisser Verlust der Durchfahrtslichte verbunden, da diese Flügelpakete in der Regel in die Öffnung hineinragen.

Zwar gibt es die Möglichkeit einer besonderen Laufschienenausführung, bei der der Öffnungswinkel der Falttorflügeln anstelle von 90°, 180° beträgt, und die Flügel somit nicht in den Öffnungsbereich hineinragen, diese ist allerdings nicht bei allen Gebäuden und Torbreiten einsetzbar.

Weiters ist die 180°-Laufschiene nur mit einem händischen Antrieb möglich - was sie damit für viele Anwendungen unbrauchbar macht in denen das Tor elektrisch öffnen soll.

Ein Schiebefalttor gibt die gesamte Öffnung zur Durchfahrt frei.

Weil Schiebefalttore sich in der Regel erst hinter der Mauerlichte zusammenfalten, bleibt hier, verglichen mit einem Falttor, die volle Öffnung zur Durchfahrt frei.

Das Schiebefalttor schränkt also die Lichteöffnung des Gebäudes nicht ein und erlaubt damit maximalen Platz beim Ein- oder Ausfahren.

Vorteile & Nachteile der Falttore / Schiebefalttore auf einen Blick



Fazit:

Beide Tore haben ihre Stärken.

Beide Tore haben ihre Schwächen.

In beiden Fällen greifen Sie auf ein langlebiges und stabil konstruiertes Produkt zurück, welches Ihr Gebäude noch für lange Zeit schmücken und aufwerten kann.

Welches der Tore für Sie optimal ist, entscheidet sich anhand der Lage Ihres Bauvorhabens, dem genauen Zweck Ihres Bauvorhabens und natürlich Ihren persönlichen Wünschen.

Wir beraten Sie dabei gerne.



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