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Feuerwehrtore

Aktualisiert: Feb 8

Besondere Tore für besondere Einsatzkräfte - Sichere Feuerwehr

Die Feuerwehr erfüllt eine der wichtigsten Aufgaben in der Gesellschaft, indem sie bei Bränden, Unfällen und Katastrophen stets den Bürgern helfend zur Seite steht.

Schnelle und effektive Einsatzbereitschaft hat daher oberste Priorität und muss zu jeder Tag- und Nachtzeit gewährleistet sein.

Was ist aber bei den Toren für die Feuerwehr zu beachten?

Und wie plane ich ein Feuerwehrhaus richtig?

Dies und noch mehr erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

Design

Glas ist bei vielen Feuerwehrtoren ein beliebtes Element zur Gestaltung des Gebäudes.

Kern einer jeden Feuerwehstation ist die Halle, in der die für den Ernstfall gerüsteten Einsatzfahrzeuge bereitstehen, um bei Gefahren jederzeit ausrücken zu können.

Viele Feuerwehren wünschen sich daher auch Transparenz für den Innenraum, damit die Fahrzeuge und Vorgänge in der Halle jederzeit sichtbar sind.

Diese Transparenz dient selbstverständlich auch zu demonstrativen Zwecken, schließlich befinden sich oft hochwertige Sonderfahrzeuge mit modernster Technologie in der Halle.

Viele Feuerwehren möchten diese hochwertige Ausrüstung mit Stolz nach außen präsentieren.

Die zahlreichen Tore dieser Halle nehmen bei den Gebäuden oft einen wesentlichen Teil der Fassade ein und prägen somit das öffentliche Erscheinungsbild des Gebäudes. Dementsprechend sind Materialien wie Echtglas bei Feuerwehrtoren sehr beliebt.

Glas hat allerdings ein hohes Gewicht, weshalb es nicht bei allen Tortypen verbaut werden kann.

Sektionaltore werden beispielsweise bei Feuerwehren gerne eingesetzt und sind zwar grundsätzlich preiswert, können aber aufgrund deren Öffnungsart aus Sicherheitsgründen kein echtes Glas verwenden. Die Öffnung der Sektionaltore verläuft in der Regel nach oben, wodurch das Gewicht mit echtem Glas zu groß wäre und eine Gefahr für darunter befindliche Personen darstellen könnte.

Daher können Sektionaltore generell nur mit Kunstglas ausgestattet werden.

Alternativ kommen bei Feuerwehren deshalb gerne Falttore zum Einsatz.

Durch deren massivere Rahmenkonstruktion aus Alu oder Stahl können diese Tore grundsätzlich mehr Gewicht tragen, womit echtes Glas auch in Doppelverglasung kein Problem mehr darstellt. Darüber hinaus öffnen sich Falttore horizontal und nicht vertikal, wodurch die Gefahr von herabstürzenden Torelementen nicht gegeben ist.

Aber nicht nur die Sicherheit spielt hier eine Rolle.

Die Möglichkeit auch große, vollverglaste Flächen einzubauen erlaubt beim Design des Tores verschiedenste Möglichkeiten.

Architekten und Planer greifen beim Entwurf einer Feuerwehrstation deshalb gerne auf das Falttor zurück, da es einem viel Gestaltungsfreiheit erlaubt.

Rechtliche Anforderungen – Feuerwehrtore gemäß DIN 14092

In Deutschland gibt es genaue Vorschriften für den Bau eines Feuerwehrhauses.

Speziell in Deutschland ist bei der Planung von Feuerwehrhäusern die Norm DIN14092-1 relevant. Diese beinhaltet eine Reihe von Anforderungen an das Feuerwehrhaus und die Fahrzeughalle.

Beispielsweise ist darin die Größe der Stellplätze für die Einsatzfahrzeuge mit einer Mindesthöhe und Mindestbreite geregelt. Darüber hinaus schreibt diese Norm auch die zu verwendenden Feuerwehrtore vor. Diese müssen entweder als Falttor, Deckengliedertor (= Sektionaltor) oder gegebenenfalls als Hubtor ausgeführt werden.

Bei Toren, die nicht im Sichtfeld des Fahrers sind, wie etwa den Sektionaltoren, ist eine Signalanlage vorgeschrieben, welche anzeigt, wann die Lichte der Toröffnung für die Durchfahrt freigegeben ist.

Ebenso wird darin auch der benötigte Raum vor der Halle definiert, damit eine gefahrlose Ein- und Ausfahrt der Fahrzeuge gewährleistet ist.

Bei der Auswahl der Tore für eine Feuerwehrstation sind somit zumindest in Deutschland die Vorschriften dieser Norm von Planern und Architekten zu berücksichtigen.

Das Sichtfeld des Fahrers

Sektionaltore sind beim Öffnen von der Fahrerkabine nicht immer zu sehen.

Der Vorgang des Ein- und Ausfahrens der Fahrzeuge aus der Halle stellt bei einer Feuerwehr die Hauptanforderung an die Tore.

Wie in der deutschen Norm DIN14092-1 erwähnt, sollten für Feuerwehrhäuser, in denen Tore nicht immer im Sichtfeld des Fahrers sind, mit zusätzlichen Sicherheitseinrichtungen ausgestattet werden.

Es mag banal klingen, doch in der Praxis ist dies bei Feuerwehrtoren eines der Hauptprobleme für Reklamationen und Reparaturen:

Der Fahrer sieht durch die Fahrerkabine das Tor nicht mehr, setzt das Fahrzeug daraufhin in Bewegung und kracht direkt in das erst halb geöffnete Sektionaltor.

Die Fahrzeuge sind meistens groß und unübersichtlich zu navigieren und deren Spiegel haben ausreichend tote Winkel, um selbst einen erfahrenen Berufsfeuerwehrmann diesen Fehler machen zu lassen.

Darum werden bei Feuerwehren auch gerne Falttore eingesetzt, denn diese sind durch deren horizontale Öffnungsbewegung immer im Sichtfeld des Fahrers. Damit wird durch die Öffnungsart des Falttores die Wahrscheinlichkeit für solche Unfälle weitgehend verringert.

Energieeffizienz

Das Falttor AL603F Thermo biete hohe Energieeffizienz und Langlebigkeit.

Die Tore nehmen bei Feuerwehrhäusern insgesamt eine große Fassadenfläche ein. Daher ist für viele Feuerwehrtore auch eine entsprechende Isolierung der Tore sehr wichtig, um das Gebäude energieeffizient zu betreiben und einen Wärmeverlust zu minimieren.

Dabei können Falttore mit thermisch getrennten Profilen, wie das AL603F Falttor, für die Gesamtenergieeffizienz des Gebäudes nützlich sein, da damit ein viel geringerer Wärmeverlust erreicht wird als mit herkömmlichen Toren.

Auch im Bereich der Sektionaltore bietet beispielsweise das ISO 60 durch seine dicken Paneele eine hervorragende Isolierung der Räumlichkeiten.

Durch die Verwendung von Toren mit guten Dämmeigenschaften kann die Feuerwehr ihre Betriebskosten für das Gebäude niedrig halten und die Energieeffizienz gleichzeitig steigern, was beispielsweise für den Energieausweis von Vorteil sein kann.

Allerdings gibt es auch Feuerwehrhallen die generell nicht beheizt werden und als Kalthalle geführt werden. In diesem Fall spielen die Dämmeigenschaften der Tore natürlich keine Rolle, dies richtet sich letzten Endes nach der tatsächlichen Nutzung des Gebäudes im Alltag.

Öffnungsart und Öffnungsgeschwindigkeit für Feuerwehrtore

Ebenfalls eine große Rolle in der Funktionalität der Tore spielt die Öffnungsgeschwindigkeit.

Bei einem Notfall müssen die Fahrzeuge und Personal schnell an den Einsatzort gelangen, hier kann jede Sekunde über Menschenleben entscheiden.

Daher müssen im Falle eines Einsatzes die Tore für die Mannschaft rasch und unkompliziert zu öffnen sein.

Besonders bewährt hat sich hier im Bereich der Falttore die sogenannte Öffnungsautomatik.

Diese lässt die Tore mit der Betätigung eines Hebels innerhalb weniger Sekunden aufspringen und funktioniert auch im Katastrophenfall ohne Strom.

Durch diese Funktionen können auch kleine Feuerwehren, die über kein Notstromaggregat verfügen, deren Mannschaften in Sekundenschnelle ausrücken lassen und das selbst bei einem totalen Stromausfall.

Ebenso können Falttore aber auch durch eine manuelle Öffnung bedient werden.

In anderen, vor allem größeren Feuerwehrhäusern, werden die Tore auch gerne mit einem Schaltpult verbunden. Dies öffnet beispielsweise alle Tore automatisch, wenn die Sirene heult oder ein Alarm gegeben wird.


Fazit:

Die Anforderungen für ein Feuerwehrhaus können sich nach Land und Gegebenheiten des jeweiligen Projekts teils stark unterscheiden. In allen Fällen leisten Tore für die Feuerwehr einen wesentlichen Beitrag zur Funktionalität des Gebäudes.

Deshalb ist es besonders wichtig für Planer oder Architekten, sich schon in der Planungsphase genau mit dem Thema zu befassen und gegebenenfalls den Hersteller der Tore bereits zu Beginn des Projektes mit einzubeziehen.

In der Praxis werden leider oft beeindruckende Gebäude geplant, nur um später festzustellen, dass die Tore nicht wie vorgesehen in das Gebäude passen werden.

Damit Ihnen dies nicht passiert, stehen Ihnen unsere Experten auf dem Gebiet mit Rat & Tat zur Seite.

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